So viele Jahre lebte sie auf der Straße. Sie hatte und kannte keinen Namen . Sie hatte nur eine Zeile in der Streunerliste der Tierhilfe, in dem sie bereits seit 2014 – also über ein Jahrzehnt – als von uns kastrierte Streunerin gelistet war. Und das gefiel ihr, denn sie mochte dieses Leben . Sie liebte ihre Freiheit, kümmerte sich gut um sich selbst, ging jagen oder versorgte sich am bereitgestellten Futter . Sie fand Schutz bei Regen und Kälte und war zufrieden.
Manchmal bedeutet Tierschutz auch, verwilderte Tiere gerade nicht auf Pflegestelle nehmen, wenn alles darauf hindeutet , daß man ihnen damit mehr schadet als Gutes tut. Man sorgt lieber für eine betreute Futterstelle und einen geschützten Unterschlupf, mit Menschen, die regelmäßig nach ihr sahen .
Diesen fiel auch auf, daß die kleine Seniorin nicht nur zutraulich, sondern auch immer dünner wurde. Vielleicht brauchte sie nun doch etwas anderes als ihr Streunerleben. Und so zog die süße Omi über das örtliche Tierheim zu unserer Pflegestelle, die sich um geriatrische Kätzchen kümmert. Die liebe @annaearthquake übernahm nicht nur den Job als Oma-Taxi , sondern war gleich so verliebt in das alte Mädel, daß sie ihre Namenspatenschaft übernehmen wollte und ihr den wunderschönen Namen Elisabeth gegeben hat . Vielen lieben Dank !
Elisabeth, die zuckersüße Lady , eine ehemalige Streunerin in Rente, genießt die Vorzüge ihres aktuellen, kuscheligwarmen Zuhause bei ihrer fürsorglichen Pflegemama und kann es sich auch gut vorstellen, ganz bald in das beste Heim der Welt für sie zu ziehen.





